Fragen von A - Z

A B C D E F G H I J K L M
N O P Q R S T U V W X Y Z

Wird  laufend aktualisiert.


A

 
Aufzug

Mehrere Eigentümer fordern den Einbau eines Aufzuges. Rechnet sich das denn bei den hohen Kosten?
 
Ganz unabhängig von den Kosten ist im Hinblick auf die Altersstruktur der Eigentümer diese 
Investition zu betrachten. Viele Eigentümer sehen in der selbstgenutzten Eigentumswohnung
den wesentlichern Baustein zur Altersabsicherung. Natürlich steigt auch der Wert jeder Wohnung.
Aktuelle Analysen gehen derzeit von einer Steigerung von etwa 4% Preis/m² nach einem Aufzugseinbau aus.   
 
 
Aufzugsanlage
 
Die Aufzugsanlage ist in unserer Eigentümeranlage mit Hochparterre und fünf Geschossen völlig veraltet 
und soll modernisiert werden. Bisher hält er zwischen den Etagen, nun möchten einige Eigentümer,
dass er auf der jeweiligen Etage hält. Wer entscheidet darüber?
 Das Vorhaben verbessert auf Dauer die Wohnverhältnisse, der Gebrauchswert des Hauses und des 
Sondereigentums steigen. Diese Anpassung an den Stand der Technik ist eindeutig einer
Modernisierungsmaßnahme zu zuordnen. Der Gesetzgeber fordert eine doppelt qualifizierte
Mehrheit mit einer dreiviertel Stimmenmehrheit aller Eigentümer, die mehr als fünfzig Prozent der
Miteigentumsanteile  auf sich vereinigen müssen. Bitte prüfen Sie vorab, ob Ihre
Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung dazu abweichende individuelle Festlegungen enthält.
Bereits mit einer einfachen Mehrheit könnten bei einem absehbaren oder bereits eingetretenen
Reparaturbedarf der Aufzuganlage auch im begrenzten Umfang Neuerungen, Umgestaltungen und Änderungen
über die modernisierende Instandsetzung beschlossen werden. Ihre Planung geht aber weit darüber hinaus.

 

Zurück zum Register


B

Beirat

Das Desinteresse in unserer so genannten Gemeinschaft ist nicht mehr zu übertreffen.
Mir reicht es, ich stelle meinen Posten als Beiratsvorsitzender zur Verfügung, die beiden weiteren
Mitglieder werden das auch tun. Und dann- es wird sich kein Beirat finden, greift das Gericht
mit einem von ihm bestellten Beirat ein?

Nein, dass ist kein Fall für das Gericht. Dies trifft bei eingetragenen Vereinen für einen fehlenden Vorstand und im
Wohnungseigentum für eine fehlende Verwaltung zu. Jeder Wohnungseigentümer kann nach dem Gesetz eine Verwaltung
verlangen. Die Verwaltung steht den Wohnungseigentümern gemeinschaftlich zu. Der Verwaltungsbeirat ist nicht
zwingend vorgeschrieben. Der Gesetzgeber sagt, dass er gebildet werden kann und dann aus drei Wohnungseigentümern
bestehen soll. Der Beirat ist Berater, Sprecher aber ohne Entscheidungsbefugnis. Diese verbleibt bei den
Wohnungseigentümern, mit oder ohne Verwaltungsbeirat.  

 
Beirat
Ich habe den Eindruck, dass sich Hausbewohner ganz bewusst um einen Sitz im Beirat bewerben, um sich 
selbst zu profilieren. Wir haben bereits einen gar so klugen Mieter im dreiköpfigen Beirat, nun will
sich ein weiterer Mieter ganz selbstlos zur Verfügung stellen. Die Verwaltung will die Erweiterung des
Beirates auf vier Personen demnächst zur Abstimmung bringen. Das geht doch nicht, oder?

 

Die Beiratsmitglieder vertreten die ursächlichen Belange der Eigentümer. Deshalb fordert der
§ 29.1 WEG, dass der Beirat ausschließlich aus Wohnungseigentümern bestehen soll.  Unabhängig von der
Größe der Eigentümergemeinschaft werden hier auch die Personenzahl und die Zusammensetzung des
Beirates mit einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern vorgegeben. Nach diesen Grundsätzen kann weder
ein Mieter, ein viertes Beiratsmitglied noch ein Selbstdarsteller im Beirat mitwirken.  

Zurück zum Register

C

 
Zurück zum Register

D

Doppelt qualifizierte Mehrheit

Was bedeutet die doppelt qualifizierte Mehrheit und wo kommt sie zur Anwendung?

Doppelt qualifizierte Mehrheit bedeutet, dass alle Wohnungseigentümer, die stimmberechtigt sind, anwesend oder vertreten sein und mindestens drei Viertel von ihnen der geplanten Maßnahme zustimmen müssen. Die Zustimmung gilt aber nur dann, wenn sie gleichzeitig mehr als die „Hälfte aller Miteigentumsanteile“ besitzen. Anwendung findet dieses Mehrheitsprinzip bei Beschlussfassungen zu den Fragen gewünschter Modernisierung oder der Anpassung des Wohnungseigentums an den Stand der Technik.

Zurück zum Register

E

Einladung zur Eigentümerversammlung

Ich habe keine Einladung zur Eigentümerversammlung erhalten, es war wohl ein Zahlendreher in der Anschrift schuld. Sind die gefassten Beschlüsse nun nichtig, oder muss ich anfechten, da eine Mehrheitsentscheidung nicht meinem Willen entspricht?

Wenn Sie nicht gezielt von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen, sondern versehentlich nicht eingeladen wurden, müssen Sie innerhalb eines Monats per Anfechtungsklage gegen die Beschlussfassung vorgehen.  Die Nichtigkeit sei in diesem Fall nicht gegeben, so ein BGH-Urteil. Bei der Urteilsfindung wird abgewogen, inwieweit Ihre fehlende Stimmabgabe das Votum der Gemeinschaft möglicherweise verändert hätte.

Eigentümerversammlung wird nicht einberufen

Unser Verwalter will keine Eigentümerversammlung einberufen. Einen Beirat haben wir nicht gewählt. Kann ich eine Versammlung einberufen?

Nein, grundsätzlich müssen mehr als 25 Prozent der Eigentümer diese Versammlung fordern. Mit triftigem Grund können Sie sich allerdings
dazu auch per einstweilige Verfügung vom Gericht recht kurzfristig dazu bevollmächtigen lassen.

Eigentümerversammlung

Ich wohne in Fulda und habe in Jena eine Wohnung erworben die berufsbedingt für die nächsten Jahren meine Tochter nutzt. Der Verwalter verweigert ihr die Teilnahme an der Eigentümerversammlung. Kann ich das erzwingen?

Der Verwalter hat als Versammlungsleiter darauf achten, dass nur berechtigte Personen an der Versammlung teilnehmen. Es gilt die rechtliche Vorgabe, dass Eigentümerversammlungen für Außenstehende nicht zugänglich sein dürfen. Demgegenüber steht im Grundsatz jedem Eigentümer das Recht zu, sich vertreten zu lassen. Diese Vertretungsmöglichkeit wird überwiegend den Ehegatten, Kindern, anderen Eigentümern und dem Verwalter zuerkannt. Die Eigentümergemeinschaft kann in der Teilungserklärung oder in einer späteren Vereinbarung eine darüber hinausgehende Regelung treffen, welche die Vertretungsmöglichkeit erweitert, aber auch jegliche Vertretungsmöglichkeit ausschließt. Ihre Tochter sollte also teilnahmeberechtigt sein, soweit keine davon abweichenden Vereinbarungen in Ihrer Eigentümergemeinschaft getroffen wurden.

Eigentümerversammlung

Unsere Eigentümerversammlung war turbulent. Ich warte bisher vergeblich auf das Protokoll, um eventuell rechtzeitig eine Anfechtungsklage zu erheben. Unser Verwalter reagiert nicht und meint, ich könne ja in seinem Büro Einsicht nehmen. Was sagen Sie dazu?

Grundsätzlich kann jeder Verwalter seinen Spielraum ausnutzen, den ihm das Gesetz und die Eigentümer einräumen. Im WEG gibt es keine Festsetzung die den Verwalter zwingt zu einem bestimmten Termin das Protokoll zu versenden. Haben Sie es versäumt im Verwaltervertrag eine Fristsetzung zu vereinbaren und die Zusendung an die Eigentümer zu fordern hat er einen großen Handlungsspielraum. Der § 24/6 WEG sagt lediglich aus: „Über die in der Versammlung gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift aufzunehmen. Jeder Wohnungseigentümer ist berechtigt, die Niederschrift einzusehen.“ Sie haben also selbst die Pflicht, sich um Ihre Belange zu kümmern. Aus diesem Grund ist jede WEG gut beraten, die Zusendung gebunden an eine Fristsetzung von max. 3 Wochen nach Versammlungstermin zu beschließen und im nächsten Verwaltervertrag auch eindeutig zu vereinbaren. Unabhängig davon ist jeder Verwalter verpflichtet eine „Beschluss- Sammlung“ nach WEG §24/7 zu führen, die Sie gleichfalls beim Verwalter einsehen können.

Zurück zum Register


F

Fahrstuhleinbau

Kann ich mit meiner Stimme als Eigentümer den Einbau eines Fahrstuhls blockieren? Die Maßnahme wird einfach zu teuer!

In der Vergangenheit galt der Einbau eines Fahrstuhls als bauliche Veränderung, der alle Eigentümer zustimmen müssen, da sie über die ordnungsgemäße Instandsetzung und Instandhaltung hinausgeht. Ein Aufzug stellt nach geltender Rechtsprechung eine auch wohnwerterhöhende Modernisierung dar, die mit einer doppelt qualifizierten Mehrheit beschlossen werden kann. Ihre Gegenstimme wäre dann also nicht ausreichend, dies zu verhindern.

Zurück zum Register

G

Gemeinschaftsordnung

Darf ich mit meinem Hund in dem Gemeinschaftsgarten spazieren gehen?
Ich bin Eigentümerin einer Wohnung in einer Wohnanlage. Es gibt eine Gartenanlage, die zum Gemeinschaftseigentum gehört. Ich möchte mit meinem angeleinten Hund dort spazieren gehen. Darf der Hausverwalter mir das verbieten?

Prüfen Sie bitte Ihre Gemeinschaftsordnung, Ihre Hausordnung oder gegebenenfalls Ihre Beschluss-Sammlung. Was haben Sie zur Tierhaltung und zur Nutzung der Gartenanlage vereinbart oder beschlossen? Wurde kein generelles Vertretungsverbot für Hunde festgeschrieben, dürfen Sie auch ohne Zustimmung des Verwalters mit Ihrem Hund das Gemeinschaftseigentum nutzen. Mit dem Leinenzwang sollten Sie auch den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen Genüge tun, die von allen Eigentümern verlangen, dass durch die Nutzung (hier der gemeinschaftlichen Gartenanlage) keinem anderen Wohnungseigentümer über das bei einem geordneten Zusammenleben vermeidliche Maß hinaus ein Nachteil entstehen darf. Dass Sie die möglichen Hinterlassenschaften Ihres Hundes umgehend beseitigen gehört dabei zur Selbstverständlichkeit.


H

Hausgeldklage

Ein Eigentümer unserer Gemeinschaft, der die Wohnung vermietet hat, lebt im Ausland und hat seine Hausgeldzahlung eingestellt. Wir wollen klagen, welches Gericht ist zuständig?

Im Grundsatz ist eine natürliche Person in dem Land zu verklagen, in dem sie ihren Wohnsitz hat. Für Klagen gegen einen Wohnungseigentümer auf Zahlung rückständigen Hausgeldes gilt aber eine Ausnahme. Hier kann vor dem Gericht des Ortes, an dem die Verpflichtung zu erfüllen ist, geklagt werden. Erfüllungsort für Hausgeldforderungen ist der Ort an dem die Immobilie liegt.

Zurück zum Register

I

Instandhaltungsrücklage (Höhe)

Gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Höhe der Instandhaltungsrücklage?

Nein, die gibt es nicht. Es gibt zwar einige Berechnungsmethoden zur Festlegung einer optimalen Größe, die in der Praxis allerdings sehr begrenzt Anwendung finden.
Die gebräuchlichste Methode bezieht sich auf praktische Erfahrungen, regelmäßige Begehungen zur Schadensaufnahme und Beratungen mit den Wartungsunternehmen,
um Reparaturbedarf und Zeitpunkt von Ersatzinvestitionen bestimmen zu können.

Zurück zum Register

K

Klagegegner einer Beschlussanfechtungsklage

Erhebt ein Wohnungseigentümer eine Beschlussanfechtungsklage, ohne die beklagte Partei zu nennen, ist durch Auslegung zu ermitteln, gegen wen sich die Klage richten soll. Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen, dass er die übrigen Wohnungseigentümer verklagen will.

BGH, Urteil vom 14.12.2012 - V ZR 102/12

Zurück zum Register

L

Legionellenprüfung

Vermietende Gebäudeeigentümer sind verpflichtet, bei Leitungswasser die Hygienevorschriften einzuhalten um Schadensersatzansprüche auszuschließen. Zur Legionellenprüfung ist demzufolge verpflichtet, wer ein Wohngebäude vermietet, dass mit einer zentralen Trinkwassererwärmungsanlage ausgestattet ist, die ein Speichervolumen von wenigstens 400 l hat, bzw. wenn Warmwasserleitungen in dem Objekt vorhanden sind, die mindestens 3 l Inhalt zwischen Trinkwassererwärmungsanlage und der am weitesten entfernten Entnahmestelle (sogenannte Großanlagen) aufweisen.

Von der gesetzlichen Pflicht zur regelmäßigen Legionellenprüfung ausgeschlossen sind Ein- und Zweifamilienhäuser – gleichgültig ob vermietet oder nicht – sowie Mehrfamilienhäuser mit Eigentümergemeinschaften, die nur vom Eigentümer bewohnt werden.

Zurück zum Register

M

Medienleitungen

Müssen wir unsere Medienleitungen regelmäßig überprüfen zu lassen?

Nein- gesetzlich gibt es weder für Strom, noch für Gas + Wasser die Pflicht die Sicherheit zu überprüfen.
Angeraten nach technischen Regeln ist es einen E-Check alle 4 Jahre und den Gas-Check alle 12 Jahre
zu veranlassen.

 

Mieter

In einer WEG wurde die Haustür in Form einer Modernisierung erneuert. Danach kam es zu Problemen mit der automatischen Schließanlage, die trotz fachmännischer Reparatur vorübergehend nicht funktionierte. Daraufhin kürzte ein Mieter nach vorheriger Ankündigung seine Miete. Der Eigentümer dieser Wohnung beanspruchte und bekam, zu Lasten der WEG diesen Mietausfall/Mietminderung erstattet! Ist das rechtens?

Den Mietausfall auf die Gemeinschaft abzuwälzen setzt gravierende Pflichtverletzungen der Eigentümergemeinschaft voraus. Die Eigentümer haben nur dann für einen Schaden zu haften, wenn ihnen ein Verschulden zuzurechnen ist. Eine Pflichtverletzung ist nicht erkennbar. Wenn ein Schaden erstmalig aufgetreten oder bekannt geworden ist, können Ersatzansprüche nicht geltend gemacht werden. Nur wenn die Wohnungseigentümer wiederholt die Reparatur schuldhaft verweigern oder verzögern käme ein Schadensersatzanspruch in Betracht.

Zurück zum Register


N

Nutzungsbeschränkung

Die Wohnungseigentümer können durch Vereinbarung, aber unter gewissen Umständen auch per Beschluss entsprechende Nutzungsbeschränkungen festlegen. Verbreitet sind diese Beschränkungen für das

- Tierhaltungsverbot

- Rauchverbot

- Musizierverbot

Ein dahingehender Beschluss ist zwar nicht ordnungsgemäß, entfaltet seine Wirkung aber, wenn er bestandskräftig geworden ist.

Zurück zum Register

O

Öffentliche Lasten

Wir sind eine Zweier WEG mit unterschiedlich hohen Miteigentumsanteilen. Völlig überraschend sollen wir so genannte Straßenausbaubeiträge zahlen. Sind wir dazu rechtlich verpflichtet und falls ja, muss wie verteilen wir die Kosten?  Wie üblich nach unseren Anteilen oder wie von meinem Miteigentümer gefordert pro Wohnung?

Straßenausbaubeiträge gehören zu den öffentlichen Lasten. Sie können aber nur dann erhoben werden, wenn die Gemeinde mit Hilfe einer speziellen Satzung dazu befugt ist. Die Berechnung ist meist für einen Laien sehr schwer verständlich, grundsätzliche Erläuterungen können Sie dazu u.a. der Seite  www.vssd.eu  entnehmen. Die Kostenverteilung regelt sich nach dem Gesetz oder Ihrer Teilungserklärung/Gemeinschaftsordnung. In Ihrem Fall erfolgt das augenscheinlich auf der Basis der Miteigentumsanteile. Wohnungseigentümer können mehrheitlich einen abweichenden Verteilungsmaßstab beschließen, was bei unterschiedlichen Auffassungen in einer Zweier-WEG regelmäßig scheitert. Solange der bestehende Verteilerschlüssel nicht eine unbillige Härte für den Miteigentümer darstellt (als Grenze wird eine einseitige Mehrbelastung von 25%) angenommen, müssen Sie keiner Veränderung zustimmen.

Zurück zum Register

P

Parkbügel ist eine bauliche Veränderung

Bauliche Veränderungen sind auf Dauer angelegte Eingriffe in gemeinschaftliches Eigentum, die auf die äußere Gestalt des Gemeinschaftseigentums nachhaltig einwirken. Das Anbringen der Parkbügel erfordert eine Montage im Untergrund und damit einen Eingriff in das Gemeinschaftseigentum. Es handelt sich zudem um eine bauliche Veränderung, die die übrigen Wohnungseigentümer nicht unerheblich beeinträchtigen, und für eine Montage der Bügel die Zustimmung aller Eigentümer bedarf.

Zurück zum Register

Q

Zurück zum Register

R

Rauchwarnmelder werden schrittweise in allen Bundesländern zur Pflicht

Der Einbau ist eine gemeinschaftsbezogene Pflicht und damit Sache der Wohnungseigentümergemeinschaft, die einer gesetzlichen Pflicht nachkommen muss. Dazu bedarf es eines Beschlusses der WEG. Die Kosten der Erstinstallation sind Kosten der ordnungsgemäßen Verwaltung des Gemeinschaftseigentums.  Die Kostenverteilung erfolgt, sofern die Wohnungseigentümer nicht nach  § 16.3 WEG mit einfacher Mehrheit einen abweichenden Verteilerschlüssel gewählt haben, in der Regel nach den Bestimmungen der Gemeinschaftsordnung. Rauchwarnmelder sind Gemeinschaftseigentum, auch wenn sie in den Räumen des Sondereigentums installiert sind.

 

Zurück zum Register

S

Spielplatz

Bei uns sind zwei Familien mit kleinen Kindern eingezogen. Sie wollen mit eigenen Mitteln im kommenden Frühjahr einen kleinen Kinderspielplatz auf unserer Wiese einrichten. Ich möchte das nicht, wer sichert, dass nicht Kinder aus den umliegenden Häusern diesen dann auch nutzen?

Immer dann, wenn der ursprüngliche Zustand grundlegend verändert wird, kann man von einer baulichen Veränderung ausgehen, der alle betroffenen Eigentümer zustimmen müssen.
Ein Spielplatz ist nun mal keine Wiese, er ist von allen Eigentümern zu sehen und damit auch zustimmungspflichtig. Er kann nicht gegen Ihren Willen errichtet werden.
Sie sollten gemeinsam mit den Eltern nach einem Kompromiss suchen, damit die Sprösslinge zu keinen Stubenhockern werden, aber Ihre Bedenken auch berücksichtigt werden.

Zurück zum Register


T

Trampolin auf dem Gemeinschaftseigentum

Ein Trampolin für eine kurze Zeit aufzustellen sollte kein Problem sein, wenn die Miteigentümer informiert werden, und um das Verständnis für die in den Ferien bei Oma und Opa weilenden Enkel geworben wird. Sobald es aber dauerhaft für die Sommersaison stehen bleiben soll, verankert im Boden, handelt es sich um eine bauliche Veränderung. Die übliche Größe dieses Sport- und Spielgerätes verändert das optischen Gesamtbildes der Anlage nicht unwesentlich. Ein allstimmiger Beschluss als Aufstellungsgenehmigung wird unumgänglich, das heißt es müssen alle Eigentümer der Gemeinschaft zustimmen.

Zurück zum Register

U

Unterlassene Instandsetzung

Jeder Wohnungseigentümer kann von der Gemeinschaft der Wohnungseigentümer die Instandhaltung und Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums verlangen. Liegt ein Verschulden der Gemeinschaft zu Grunde, z.B. durch Untätigkeit, und entsteht hierdurch einem Wohnungseigentümer ein Schaden, macht sich die Gemeinschaft schadensersatzpflichtig.

Zurück zum Register

V

Versicherung

Wir haben bisher das Problem der Versicherung immer unserem Verwalter überlassen. Was sollten wir beachten?

Eine pauschale Aussage ist an dieser Stelle nicht möglich. Es ist aber eine grundsätzliche Aufgabe des Verwalters, sie als Gemeinschaft zu beraten und die Versicherungsverträge mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis abzuschließen. Das sollten Sie auch regelmäßig kontrollieren, denn für einen unterversicherten Schaden am Gemeinschaftseigentum, wie Dach, Fassade, Treppenhaus muss jeder Einzelne eintreten. Denken Sie nur an einen Sturmschaden oder ein Feuer. Als Eigentümer tragen Sie darüber hinaus gemeinschaftlich die Verkehrssicherungspflicht. Schadensersatzansprüche aus einem Glätteunfall oder einen umgestürzten Baum mit Sach- und Personenschaden  können ungeahnte Zahlungsverpflichtungen nach sich ziehen. Verantwortlich für den ausreichenden Versicherungsschutz ist im Zweifelsfall immer der Eigentümer und die Gemeinschaft.      

                               

Verwalterzustimmung- wer bezahlt?

Wer zahlt die Kosten für die Verwalterzustimmung beim Verkauf einer  Wohnung?

Wenn nichts abweichend vereinbart oder beschlossen wurde trägt diese Kosten immer die Gemeinschaft. Soll der Verkäufer allein für die Kosten aufkommen, kann die Eigentümergemeinschaft das mit einfacher Mehrheit beschließen. Ihm steht die Möglichkeit offen, im Rahmen des Verkaufs die Übernahme der Kosten durch den Käufer zu vereinbaren.

 

Verwalterwahl/Bestellung

Die Bestellung unseres Verwalters läuft zum Jahresende aus. Sind zur Neuwahl Vergleichsangebote vorzulegen?

Hier gibt es einen Unterschied bei der Verfahrensweise. Bei der Erstbestellung eines Verwalters sind grundsätzlich Vergleichsangebote  vorzulegen.
Soll der bestehende Verwaltervertrag verlängert werden, ist ein Vergleichsangebot nicht erforderlich.
Vergleichsangebote

In unserer Eigentümergemeinschaft hat sich über die Jahre alles eingespielt. Verwalter, Dienstleister, ja sogar die Handwerksfirmen haben nicht gewechselt. Die Aufträge erhalten immer dieselben Firmen, was ja nicht schlecht ist, große Beanstandungen gab es bisher nicht. Müsste man aber nicht nach Jahren auch einmal die Kosten mit Anderen vergleichen?

Der Gemeinschaft muss die Möglichkeit gegeben werden zu entscheiden, welche angebotene technische Lösung zu welchem Preis eine dauerhafte Mängelbeseitigung gewährleistet. Bei umfangreichen Leistungen sind zumindest drei Vergleichsangebote erforderlich. Welche Befugnis hat der Verwalter, wenn ist, und nun schnelles Handeln weiteren Schaden von der Gemeinschaft abwendet? Im Fall von  Gefahr im Verzug ist der Verwalter selbstverständlich handlungsbefugt auch ohne jegliche Beschlussfassung tätig zu werden. Darüber hinaus ist es durchaus üblich und statthaft den Verwalter zu ermächtigen, notwendige Instandhaltung- und Instandsetzungsarbeiten bis zu einem vereinbarten überschaubaren Betrag ohne Beschluss eigenständig zu beauftragen. Das vereinfacht die Verwaltertätigkeit und beruht auf gegenseitigem Vertrauen.

Zurück zum Register


W

 
Zurück zum Register

X

Zurück zum Register

Y

Zurück zum Register

Z

Zwangsversteigerung- Zwangsräumung des Vorbesitzers nach Ersteigerung

Alle Rechte und Pflichten gehen mit dem Zuschlag - nicht erst mit der Grundbuchänderung - auf den neuen Eigentümer über. Weigert sich der bisherige Eigentümer die Wohnung zu verlassen, kann der Erwerber diese zwangsräumen lassen. Ist die Wohnung vermietet, darf der Erwerber der die Wohnung ersteigert hat, dem Mieter zum nächstmöglichen Zeitpunkt mit drei Monaten Frist kündigen.

Zurück zum Register