Energieberatung für Wohnungseigentümergemeinschaften

Sanierngsbedarf

Komplexe energetische Sanierung in WEGs erleichtern

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet ab sofort ein speziell zugeschnittenes Beratungsformat für Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) an. Ziel ist es, die oft komplexen Entscheidungsprozesse in WEGs zu erleichtern und konkrete Wege zur energetischen Sanierung aufzuzeigen – unabhängig, individuell und gefördert.

Maßgeschneiderte Beratung für gemeinsames Eigentum

Das neue Format richtet sich insbesondere an kleine und mittlere WEGs. In einem mehrstufigen Verfahren erhalten Eigentümer:innen, Beiräte und Verwaltungen fundierte Informationen zu Sanierungsoptionen an Gebäudehülle und Heizung sowie zu staatlichen Förderprogrammen:

  • Video-Beratung zur Klärung technischer Gegebenheiten und des Beratungsfokus
  • aufsuchende Beratung mit Energieexpert:innen zur Begutachtung des Gebäudes
  • Schriftlicher Ergebnisbericht mit konkreten Empfehlungen
  • Nachbesprechung per Video und optional Vorstellung in der WEG-Versammlung

Die Beratung kann auf bis zu zwei Themengebiete fokussiert werden – darunter Photovoltaik, Solarwärme, Heizungsoptimierung oder individuelle Fragestellungen.

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Interessierte WEGs können sich direkt über die Website anmelden. Die Energieberatung wird bundesweit angeboten.

Fragen zur Beratung von Wohneigentümergemeinschaften beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Der enorme Finanzierungsaufwand einer komplexen Gebäudesanierung kann sich rechnen, wenn man die Eigentumswohnung als Anlagenobjekt sieht, sich die Randbedingungen in der Form wie heute prognostiziert entwickeln, und man einen langen Atmen beweist. Einen deutlich sichtbaren Schub bei der Sanierung von in die Jahre gekommenen Eigentumsanlagen wäre zu erwarten, wenn Fördermöglichkeiten in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen und unbürokratisch abgerufen werden könnten.

Eine Studie des Institutes für Weltwirtschaft Kiel (IfW) untersucht den Kosten-Nutzen-Aspekt energetischer Gebäudesanierungen und kommt nach einer Presseinformation im November 2024 zu dem Schluss, dass solche Investitionen für Wohnungseigentümer durchaus langfristig lohnenswert sein können. Wesentliche Erkenntnisse sind:

  1. Wertsteigerung durch Energieeffizienz: Wohnungen mit einer hohen Energieeffizienzklasse (A+/A) erzielen durchschnittlich 650 € pro Quadratmeter höhere Verkaufspreise als solche der Klasse D/E. Bei der Vermietung beträgt der monatliche Mietaufschlag etwa 0,85 € pro Quadratmeter.
  2. Transparenz durch Bedarfsausweis: Der Preisaufschlag ist nur dann signifikant, wenn die Energieeffizienz durch den Bedarfsausweis, erstellt von unabhängigen Experten, nachgewiesen wird. Der Verbrauchsausweis, der lediglich vergangenes Heizverhalten widerspiegelt, führt zu deutlich geringeren Aufschlägen (ca. 225€ pro Quadratmeter). Um die Energieeffizienzklasse von D/E auf A+/A zu verbessern, fallen laut Studie Kosten von durchschnittlich rund 700 € pro Quadratmeter an.

PM Verbraucherzentrale

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